Färben und Mahlen zur Materialvorbereitung beim Rotationsschmelzen

Das Färben und Mahlen im Rotationsschmelzverfahren sind zwei wichtige Schritte bei der Materialvorbereitung für das Rotationsschmelzen. Das Kunststoffharz besteht zunächst aus Granulat mit einem Durchmesser von ca. 3 mm. Um dieses Material für das Rotationsschmelzverfahren vorzubereiten, muss das Granulat in Partikel unter 600 mu zerkleinert werden. Dieses feine Pulver kann mit Pigmenten oder anderen Zusatzstoffen gemischt werden, um bestimmte Eigenschaften zu erzielen und das Harz zu färben.

Colouring And Grinding in material preparation Rotomoulding
Grinding pellets in material preparation rotomoulding

Zermahlen

Das Mahlen ist der Prozess der Materialvorbereitung, bei dem die Kunststoffpellets zu einem Pulver zerkleinert werden. Dies geschieht mit einer speziellen Pellet-Mahlmaschine, die mit rotierenden Hochgeschwindigkeitsmessern die Pellets in kleinere Stücke zerkleinert. Durch den Einsatz von Pellet-Mahlmaschinen bei der Materialvorbereitung im Rotationsschmelzverfahren kann die Qualität des Rohmaterials durch sorgfältige Überwachung des Mahlvorgangs kontrolliert werden. Auf diese Weise können alle Unvollkommenheiten, die sich negativ auf das Endprodukt auswirken könnten, beseitigt werden.

Der Mahlvorgang ist wichtig, denn das resultierende Pulver muss eine definierte Partikelgrößenverteilung sowie spezifische Partikelformen aufweisen. Gut zermahlene Pellets stellen sicher, dass das Kunststoffpulver die richtige Größe und Form hat, sodass es während des Rotationsschmelzverfahrens zu einer festen und einheitlichen Wand verschmilzt. Sie sind also notwendig, um Endprodukte von guter Qualität herstellen zu können.

Trockenmischverfahren

Das Trockenmischverfahren kann bei der Herstellung von Kunststoffpulver für das Rotationsschmelzverfahren verwendet werden. Dabei wird das Kunststoffharz in trockener Form mit anderen Zutaten wie Pigmenten, Füllstoffen, Stabilisatoren und UV-Inhibitoren gemischt. Dazu kann eine Trockenmischmaschine eingesetzt werden, die in der Regel über eine Mischkammer, eine Schnecke und einen Auswurfschacht verfügt.

Die Zutaten werden in die Mischkammer gegeben, wo sie von der Schnecke gemischt und dann über den Schacht abgeführt werden. Das Trockenmischverfahren ermöglicht eine konsistente und homogene Mischung, die erforderlich ist, um eine einheitliche Farbe und andere Eigenschaften des Endprodukts zu gewährleisten. Das gemischte Pulver kann für das Rotationsschmelzverfahren verwendet werden.

Dry Blending Process
Plastic compounding process

Compoundieren bei der Materialvorbereitung

Beim Compoundieren von Kunststoffen werden Kunststoffe mit verschiedenen Zutaten wie Pigmenten, Antioxidantien, Stabilisatoren und UV-Inhibitoren gemischt. Dies geschieht mit Hilfe einer Compoundiermaschine, die in der Regel über einen Mischtrichter, einen Extruder und einen Granulator verfügt. Das Kunststoffharz wird in den Mischtrichter gegeben und mit anderen Zutaten durch mechanisches Rühren vermischt. Die Mischung wird dann in den Extruder geleitet, wo sie geschmolzen und unter hohem Druck homogenisiert wird. Die extrudierte Mischung wird dann pelletiert und abgekühlt, wodurch kleine Kunststoffpellets entstehen. Das gemischte und pelletierte Material ist nun bereit für den nächsten Verarbeitungsschritt, das Mahlen, einer der wesentlichen Schritte für die Materialvorbereitung im Rotationsschmelzverfahren.

Durch das Compoundieren können verschiedene Arten von Kunststoffmischungen hergestellt werden, die je nach den verwendeten Zutaten spezifische Eigenschaften wie Farbe und UV-Beständigkeit aufweisen. Das Compoundieren von Kunststoffen ist auch bei der Verwendung von recycelten Materialien nützlich. Durch das Compoundieren wird der recycelte Kunststoff homogenisiert und mit dem richtigen Maß an Antioxidantien und UV-Inhibitoren auf seinen nächsten Einsatz vorbereitet. Das Compoundieren ist ein wichtiger Schritt bei der richtigen Materialvorbereitung im Rotationsschmelzverfahren

Mikropellets

Mikropellets, auch bekannt als Mikrogranulat oder Minigranulat, sind kleine Kunststoffgranulate, die direkt im Rotationsschmelzverfahren verwendet werden können. Mikropellets werden ebenfalls durch Compoundieren von Granulat und anschließendes Pelletieren und Kühlen hergestellt. Der große Unterschied zum herkömmlichen Compoundieren ist die Größe der Pellets. Diese Pellets sind mit einem Durchmesser von deutlich unter 1 mm wesentlich kleiner als herkömmliche Kunststoffpellets. Somit entfällt der sonst erforderliche Mahlschritt zur Reduzierung der Granulatgröße.

Die kleinen Pellets haben eine einheitliche Größe und Form und sind außerdem kompakter: ihre „Schüttdichte“ ist im Vergleich zu herkömmlichem Pulver geringer. Bei der Verwendung im Rotationsschmelzverfahren zeigen sie sehr gute Fließeigenschaften: Die Mikropellets rollen in die feinsten Details einer Form und durch die dünnsten Bereiche, die beim Rotationsschmelzen möglich sind. Insgesamt sind Mikropellets eine perfekte Wahl für kleine, komplizierte technische Formteile mit hoher Teilegenauigkeit.

Hier geht’s zum nächsten Schritt im Rotationsschmelzverfahren!

Befüllungsprozess Rotationsschmelzen
Micropellets

Jean-Philippe

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